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PRESSE


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Pressekontakt:


Iris Tessun
office@msp-of.de
Tel. Nr. ++49 69 800 70 10 (Mo-Fr von 9-15 h)

Weiterführende Informationen zu Ingrid Metz-Neun finden Sie hier:



SPIEGEL ONLINE, 26.10.2012
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Synchronsprecherin: Diese Stimme kennt jeder
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Ingrid Metz-Neun kann man kaum entkommen. In Berlin, Hamburg, Frankfurt
am Main oder Köln sagt sie die U-Bahn-Haltestellen an, im Hotel weckt
sie, am Flughafen ruft sie zum Gate. Sie tönt auch aus dem Fernseher,
aus Telefon und Navi. Und findet Ansagensprechen stinklangweilig.

Von Verena Töpper

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,862732,00.html



Über Ingrid Metz-Neun: Ungesehen bittet sie uns um Verständnis, Geduld oder Achtsamkeit, wenn wir uns in einer Warteschleife, in der S-Bahn oder am Bahngleis befinden. Millionen Deutsche kennen ihre Stimme – lieben sie sogar und fahren manchmal sogar im Bus eine Station weiter, nur um „Endstation! Bitte alle aussteigen” von Ingrid Metz-Neun im Lautsprecher zu hören. Mehr erfahren Sie hier.

Über die Metz-Neun Synchron Studio und Verlags GmbH:
Die Metz-Neun Synchron Studio und Verlags GmbH ist heute das größte Tonstudio im Rhein-Main-Gebiet. Ingrid Metz-Neun gründete das Studio bereits 1988 in Dietzenbach. Mehr über das Unternehmen lesen Sie hier.

Pressespiegel:


Frankfurter Neue Presse, 18.08.08: Auf ihre Stimme fährt Frankfurt ab


Die Frau von der Haltestelle
Im Westen, 08.12.2007, Dagobert Ernst
Düsseldorf. Bei der Düsseldorfer Rheinbahn ist die Stimme von Ingrid Metz-Neun immer an Bord.
Wer vermag eine Straßenbahn-Haltestelle so anzukündigen, dass man sich fast auf sie freut? Die Düsseldorfer Studentin Katrin Schmidt fragt sich das oft. Denn in den Bussen und Bahnen der Düsseldorfer Rheinbahn werden Haltestellen von einer Frau angekündigt. Eine anonyme Stimme aus dem Off, die auffallend lebendig klingt, findet die 28-Jährige. Sie bat die NRZ, ihr eine "Wissens-Pforte" zu öffnen: "Wer ist die Frau hinter der Stimme?"

Die Pforte öffnet sich in Offenbach: Ingrid Metz-Neun ist für bundesweit gut 40 Nahverkehrsunternehmen die Stimme in Bus und Bahn. Ob in Hamburg, Berlin oder Mülheim an der Ruhr. Und die 57-jährige Schauspielerin, die ein Tonstudio betreibt, macht noch öfter von sich hören: Sie steckt hinter Werbedurchsagen im Supermarkt und Werbespots im TV (etwa als verführerische Anpreiserin von Süßigkeiten), lotst Autofahrer als Navi-Stimme (Metz-Neun: "Ich hab' mich in meinem Audi") oder warnt Reisende an Hauptbahnhöfen: "Bitte zurücktreten, Türen schließen selbsttätig..."

"Mein Mann hat mir mal gesagt, man kann mir nicht entgehen", berichtet Metz-Neun - und lacht durchs Telefon. So gehe es ihr selbst: Als die Synchronsprecherin, die auch Hörbücher produziert, kürzlich in einem Düsseldorfer Hotel den Weckruf aktivierte, hatte sie am Morgen darauf sich selbst im Ohr: "Sie wollten geweckt werden, es ist 6 Uhr 30"; Metz-Neun spricht den Satz nach, mit warmer, weiblich wohliger Stimme präzise intoniert, aber mit einem Schuss Ironie - dann muss sie wieder kräftig lachen. Ohnehin ist Lachen bei ihrer Tätigkeit wichtig: "Wenn man beim Sprechen lächelt, kommt die Ansage viel positiver beim Zuhörer an."

Das gilt auch für Haltestellen, bei denen sie allerdings selten weiß, "in welcher Stadt die sind". Die Stopps der 111 Bus-, Bahn- und U-Bahn-Linien der Düsseldorfer Rheinbahn hat sie, wie meist, ohne tatsächliche Ortskenntnis vertont - 1568 Haltestellen. "Zwei, drei Abende" am Mikrofon dürfte sie dafür gebraucht haben, meint Metz-Neun, für die das stundenlange Aufzählen von Straßen und Plätzen zur Routine geworden ist.

Vor 30 Jahren machte die Offenbacherin ihre ersten Ansagen für die Frankfurter Verkehrsbetriebe. Früher musste sie "alle Linien vorwärts und rückwärts sprechen" - auf Cassette. Heute wird das am Computer bearbeitet. Gefordert ist Ingrid Metz-Neun aber immer wieder, etwa "wenn Baustellen den Streckenverlauf ändern". Da muss sich ihre Stimme dann auch Jahre später noch in die vorhandene Aufnahme möglichst nahtlos einfügen.

Anfragen wie die von NRZ-Leserin Katrin Schmidt hat Metz-Neun öfter. Sogar Fanpost bekommt sie. In Frankfurt "gibt es Leute, die fahren extra bis zur Endstation". Weil dann der Satz "Fahrtende, bitte aussteigen" durch den Wagen hallt. Metz-Neun lacht: "Einige finden das erotisch." (NRZ)