Bild "bild_Metz-Neun Synchron.jpg"  
 

Metz-Neun Synchron


Uns gibt es jetzt schon fast 30 Jahre. (Leute, wie die Zeit vergeht).

Eine kleine Firmengeschichte:

Synchron – ein Zauberwort

Zugegeben, es gibt wichtigere Dinge im Leben als synchron.
Was ist überhaupt damit gemeint?

Bei wikipedia steht: Das Wort synchron vereint zwei altgriechische Wortstämme: syn= mit, gemeinsam und chronos = Zeit. Es bedeutet im ursprünglichen Sinn gleichzeitig oder zeitlich übereinstimmend. Es kommt beim Film darauf an, das Bewegungen und die in Beziehung stehenden Töne bei der Vorführung als zeitlich übereinstimmend wahrgenommen werden.

Genauer hätte ich es nicht sagen können. Aber lange bevor ich wußte, dass dieses Wort aus dem Griechischen kommt, war es für mich ein Zauberwort.

Es war einmal ein süsses 17 jähriges Madchen, das von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. (Sorry, von Letzterem schon, denn sie hatte einen Freund und konnte auch recht manierlich Blockflöte spielen). Zum Entsetzen seiner spießbürgerlichen Eltern besuchte es eine Schauspielschule. Wir schreiben das Jahr 1967. Die Jugend in Deutschland lehnte sich auf und das Mädchen erst recht, denn es hatte viele Jahre im Bett sitzend zugebracht, ohne Freunde, ohne Spiele, ohne Toben. Seit seinem 5. Lebensjahr war es an Asthma bronchiale erkrankt. Das Kortison war zu diesem Zeitpunkt schon erfunden, aber es kam als Kind nicht in seinen Genuss. Stattdessen wurde Ruhe verordnet, Tee und allerlei Salben, mit denen mehrmals täglich die Brust eingerieben wurde und deren Geruch sich als fester Bestandteil des Zimmers etablierte. So blieb viel Zeit zum Lesen und Handarbeiten. Einen Fernseher besaß die Familie noch nicht.

Bevor ich jetzt zu weit abgleite und einen Situationsbericht einer deutschen, ausgebombten Nachkriegsfamilie schildere, den sich später Geborene überhaupt nicht vorstellen können, mache ich es kurz. Das Mädchen sprach bis zu seinem knapp 16. Lebensjahr wenig, war stets brav und folgsam gewesen und brach dann – für die Eltern völlig überraschend – aus. So viel Wut und letztlich Lebenswille hatten sich in ihm aufgestaucht, dass es alles auf eine Karte setzte. Es wollte nur noch raus aus dieser Enge, die ihm den Atem raubte. (Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, das Asthma neben Vererbung und Veranlagung, in erster Linie psychische Auslöser hat). Also zurück ins Jahr 1967. Das Mädchen war aufgeregt. Es bekam seine erste Einladung von der Taunusfilm GmbH, einer HR-Tochter, die in Wiesbaden, Unter den Eichen Spielfilme synchronisierte.

Wiesbaden, welch schöner Ort, dachte sie, als sie mit dem Bus am Kurpark und Kurhaus vorbei fuhr und dann in mehreren Kurven hinauf bis zu dem großen Gelände "Unter den Eichen", auf dem neben zahlreichen Gebäuden auch viele alte Bäume standen. Zu seiner großen Freude hüpften Eichhörnchen, scheinbar ohne große Berührungsängste, sondern eher zutraulich, von Ast zu Ast, richtig idyllisch.

Weniger idyllisch waren die Räumlichkeiten, in denen die Synchronistion stattfand. Neben dem Regieraum, in dem der Regisseur und Tonmeister vor dem Mischpult saßen und daneben noch ein Tonassistent und der Aufnahmeleiter (der die Aufgabe hatte, die Sprecher/innen zu bestellen, die Texte auszuhändigen usw.) herumwuselten, befand sich ein größerer Raum mit 4 Perfoläufern und mindestens 3 Männern in grauen Kitteln, die damit beschäftigt waren, die Filmschnipsel, die in ähnlich langen Sreifen an der Wand hingen mit Weißband zu versehen und dann zu einer Rolle zusammen zu kleben und in die Perfoläufer (Filmgeber) einzufädeln. Und zwar in genau der Reihenfolge, die als Takeliste auch an der Wand hing. Eine langweilige Arbeit und bei dem Feinstaub, der dabei entstand, auch bestimmt nicht gesundheitsfördernd.

Ein Filmschnipsel war ein Take. Und diese Takes wurden zuvor von der Cutterin bestimmt, die das Synchronbuch in die einzelnen Takes eingeteilt hatte, je nachdem, wo man eine Unterhaltung gut schneiden konnte, ein Umschnitt oder sogar ein Locationwechsel im Film war und die jetzt im Aufnahmeraum saß und zu entscheiden hatte, ob eine Aufnahme synchron war oder nicht oder ob man den aufgenommenen Take später ein wenig vor oder zurück schieben konnte, sodaß er synchron wurde. Mehr war technisch zu der damaligen Zeit nicht möglich. Und die Aufnahmen waren natürlich in Mono. Die großen Sprachbandspulen nannte man Senkel, mit gewöhnlich einer Länge von fast 1000 Metern, was ca. einer halben Stunde Laufzeit entsprach. In der Mitte hatten die Senkel einen Metallkern, den nannte man Bobby. Keine Ahnung, wer je auf diese lustige Wortwahl kam.
Im Nachhinein muten all diese branchenspezifischen Worte sehr lustig an. Es gab längst noch nicht für alles – wie heute – englische Worte.

Zurück zur Aufnahme. Die fand im Aufnahmeraum statt. Ähnlich einem kleinen Kinosaal mit großer Leinwand aber nur im hinteren Teil mit 2, 3 Stuhlreihen bestückt auf denen die Sprecher saßen. In der Mitte stand das Mikrofon, und je nachdem, welche Schauspieler/Sprecher in einem Take vorkamen, traten die vor ans Mikrofon. Jetzt wurde der Take einmal in Originalversion eingespielt, dann lief stumm nur das Bild und man mußte dazu sprechen. Die Cutterin saß meist etwas seitlich vom Mikrofon an einem kleinen Tisch mit Leselampe. Sie hakte jedesmal im Dialogbuch den Take ab, wenn er von der Regie als abgenommen betitel wurde. Dann ertönte über den Saallautsprecher die Stimme des Regisseurs: Gestorben! Genauso wie bei einem Filmdreh, sprach man und spricht man teilweise  auch heute noch von Drehtagen, wenn man synchronisiert. Ich lache mich immer noch über Kollegen kaputt, die sagen: Oh, ich hab 3 Tage lang gedreht, insgesamt mehr als 600 Takes, die Hauptrolle in Sowieso. Man dreht nicht, man spricht die Rolles des Sowieso in einem Film. Wobei "sprechen" natürlich auch nicht die richtige Bezeichnung ist. Eigentlich spielt man Situationen nach, die ein ausländischer Schauspieler dargestellt hat. Und diese Mühe macht man sich nur, weil hierzulande die Leute nicht gewohnt sind, Filme im Originalton mit deutschen Untertiteln zu schauen.

Inzwischen sprechen viele Menschen sehr gut englisch und schauen sich die Filme lieber im Original an, aber das ist recht mühsam, wenn viele Slangausdrücke gebraucht werden. Ausserdem darf man nicht unterschätzen, dass in vielen Actionfilmen die Geräusche oder auch Musik so laut dazu gemischt sind, dass die Sprache nur schwer zu verstehen ist. Das mag dann im Deutschen hie und da ein wenig hölzern klingen, ist aber wesentlich entspannter zum Schauen. Zumal inzwischen der Anteil russischer, polnischer, ungarischer, tschechischer, skandinavischer, südeuropäischer, türkischer, indischer und japanischer Filme – hoffentlich habe ich kein Land vergessen – rasant zugenommen hat.

Ich finde zwar den Ansatz in anderen Ländern, die fast ausschließlich untertiteln, sehr lehrreich (man kann so eine andere Sprache lernen), aber man muss wirklich daran gewöhnt sein, sonst geht ein Großteil des Films zu Lasten des Lesens verloren.

So, im Grunde könnte ich jetzt hier enden, denn im Kern wurde schon alles gesagt, was eine Synchro ausmacht. Aber noch mal zurück zu der kleinen 17Jährigen: aus irgendeinem Grund hatte sie das Interesse des Regisseurs, der aus München kam und recht bekannt war, geweckt. Als ihre paar Takes fertig waren, - trotz ein paar Versprecher aus lauter Aufregung, hatte sie sich blitzschnell in die Situation eingefunden und den richtigen Ton getroffen -  stellte man fest, dass das Kind fehlte, das als nächstes an die Reihe kommen sollte. Vorwitzig sagte sie: Soll ich mal probieren?? Erst kam lange nichts aus der Regiekabine, dann ein grummeliges: dann biet mal was an! Zum Erstaunen aller, klang gleich der erste Satz wie aus dem Munde einer 10jährigen, frechen Göre, denn sie hatte die Worte so umgestellt, wie Kinder sie sagen würden. Aus der Regie kam ein noch Grummeligeres: des mag i garnicht, wenn Du den Text so eigenmächtig umstellst. Aber, passt scho!

Etwa 3 Wochen später bekam sie von ebendiesem Regisseur einen Anruf, er hätte eine Sprechrolle für sie in München. Um 4 Uhr früh fuhr sie los. In einem Fiat 500. Neben sich eine Thermoskanne mit Tee, 2 Äpfel und Wurstbrote. Ihre Verpflegung für einen langen Tag. Man hätte ihr ein Zugticket 1. Klasse bezahlt, ausserdem eine Übernachtung. Aber sie ließ sich dieses Geld lieber auszahlen und nahm die Fahrt im firmeneigenen Auto in Kauf – sie arbeitete neben der Schauspielschule in der psychologischen Praxis für Diagnostik in Kilianstätten – zumal diese mit einem gewaltigen Nervenkitzel versehen war: sie war noch keine 18 und hatte noch keinen Führerschein. Aber sie konnte Autofahren. Ihr Chef hatte sie mal gefragt: kannst Du Autofahren und sie hatte ja gesagt und gleich darauf die Schlüssel in die Hand bekommen: fahr Du bitte zurück, ich muss direkt weiter nach Zürich. Gelogen hatte sie ja nicht. Er hatte nie nach ihrem Alter gefragt. Und aussehen tat sie viel älter.

Kurz nach 9 war sie in Unterföhring. Das Firmengelände – kein Vergleich mit heute. Aber damals als Produktionsstätte wesentlich moderner als die in Wiesbaden. In den folgenden Jahren sollte sie noch oft in Unterföhring arbeiten, im Synchron und vor der Kamera, aber das würde jetzt zu weit führen. Fakt ist: K.E. Ludwig (so hieß der Regisseur) war ein strenger aber guter Lehrmeister.

Nur mit den Münchnern wurde sie nicht warm. Sie verzieh ihren Kollegen nie, dass sie beim ersten Mal, als sie den Aufnahmeraum betrat, raunten: wer ist denn die?? Eine Neue aus Frankfurt. Eine Preussin, pfui Deibel. Frankfurt, die Banken und Nuttenstadt?

Sobald sie sich einmal versprach, hörte sie hinter sich: i hab´s ja glei gesagt, die kann des nicht, usw.
Todmüde und mit Tränen in den Augen fuhr sie abends den weiten Weg zurück.

Sie hatte sich nur einen Tag frei genommen. Aber sie war endgültig infiziert vom Synchronvirus. Und jetzt kam ihr oberhessischer Dickkopf durch: denen wird´s ichs zeigen, den blöden Bayern! Auf dieser Rückfahrt wußte sie: synchronisieren war genau ihr Ding. Viel interessanter als Fernsehen, wo man um 6 Uhr früh in der Maske sein und dann ¾ des Tages herumsitzen und auf seinen Auftritt warten mußte, weil das Einleuchten und alles Drum herum soo lange dauerte. Auch viel interessanter als Theater spielen, wo nach der 10. Vorstellung alles nicht mehr so prickelnd neu und aufregend war. Beim Synchron muss man den ganzen Tag voll konzentriert sein, denn es ist wie Theater spielen, aber ohne 6 Wochen proben. Es heißt blitzschnell die Situation erkennen und sich hinein fallen lassen, "sich auf den Darsteller drauf legen", nur mittels der Stimme alle Gefühle transportieren. Herrlich!!! Ohne den gesamten Körper einzusetzen, ohne erkannt zu werden, trotzdem die Zuschauer lachen oder weinen lassen. Wie im Hörspiel, nur mit der Zusatzaufgabe, dass alles zeitlich übereinstimmen muss. Jetzt verstand sie, warum ältere Kollegen vom "Königsweg" sprachen, wenn von synchron die Rede war.

Gut sprechen können in der Regel alle, die eine Sprechausbildung haben. Das reicht dann für Moderationen im Funk oder Fernsehen. Die nächste Hürde ist dann voice over z.B. für Dokumentationen, wo man noch den Originalton hört, aber eine deutsche Zusammenfassung des Gesagten darüber liegt. Eine weitere Herausforderung ist der Trickfilm, für Viele das Schönste überhaupt, weil man so herrlich übertreiben kann und vielleicht einem Tier oder Gegenstand eine völlig alberne, verrückte Stimme geben darf. Aber das feature, der Spielfilm, sei es Drama oder Komödie ist das Schwerste, zumindest, wenn man eine Rolle mit einer richtigen Entwicklung hat.

Leider besteht ja immer noch eine entsetzliche Kluft zwischen Angebot und Nachfrage, soll heissen: es gibt viel mehr begnadete Frauen, die synchronisieren können als Rollen in Filmen. Die Männer kommen da weitaus besser weg. In wie vielen Western oder Actionfilmen wimmelt es nur so von Männern, aber die Frauen sind nur hübsches Beiwerk ohne viele Sprechsätze. In modernen Filmen hat sich das etwas gewandelt, aber die Kluft ist immer noch groß.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 1987 und unser Blondchen  sprach nicht mehr von den blöden Bayern, denn die hatten sich inzwischen zu ihren größten Arbeitgebern entwickelt. München war neben Berlin die Synchronhochburg mit den meisten Filmvertriebsfirmen. Und von diesen hatte sie in den  letzten Jahren immer größere Filmpakete zum Synchronisieren erhalten. Klar, die lippensynchronen Dialogbücher schreiben, die Auswahl der Sprecher/innen, das ging alles vom Schreibtisch aus, aber für die Sprachaufnahmen und die Mischung mußte sie sich ein  Tonstudio anmieten und das war teuer.

In und um Frankfurt gab es 1987 viele Tonstudios, aber die wenigsten konnten Bild und Ton verkoppeln und wenn, dann wurde das für Werbespots oder kurze Industriefilme genutzt. Spielfilme wurden nicht synchronisiert. Das Geschäft mit den Werbespots war viel lukrativer. Da wurde pro angefangene Stunde abgerechnet, egal wie lange es dauerte. Beim Synchron gab (gibt) es nur Pauschalpreise. Wehe, wenn man sich da verkalkuliert.

Und genau das geschah der kleinen Blonden immer öfter. Mal funktionierte die Technik nicht, mal brauchten die Kollegen, die fast alle erst mal synchron lernen mussten, viel länger als geplant, oder es mussten aus Berlin oder München Kollegen eingeflogen werden.  Sie selbst hatte von Technik keine Ahnung, war aber so mutig zu sagen: o.K., dann muss ein eigenes Synchronstudio her.

Ohne ihren inzwischen knapp 16jährigen Sohn, hätte sie nicht den Mut gehabt. Aber der sagte: das schaffen wir, und lag nächtelang unter dem Mischpult und lötete Kabel nach Anweisung eines Technikers von Radio Luxemburg zusammen. Einige Wochen später konnte es losgehen, unter dem Dach des Anbaus ihrer fränkischen Hofreite von 1723, dem ehemaligen Stall. Aus Kassel hatte sie auf Empfehlung einen Tonmeister engagiert, der dann über Jahre nachts schnitt und mischte, was sie tagsüber aufgenommen hatte, - so viel tontechnischen Verstand hatte sie sich inzwischen angeeignet -  am handgefertigten Mischpult, auf Mehrspur und mit U-matics als Bildzuspieler. Stolz war sie auf den ersten Adam & Smith Synchronizer, eine Weltneuheit, dem sie mit Beginn der digitalen Ära nachweinte.

So fing alles an. Schon im zweiten Jahr stand der erste Umzug an, nach Offenbach – Frankfurt hätte sie sich nicht leisten können - in einen Altbau, wo erst ein, dann zwei und später 3 kleine Etagen angemietet wurden. Ständig kamen neue Mitarbeiter hinzu, die sie alle wie ihre "Kinder" bemutterte und die sie alle am liebsten für immer behalten hätte. Aber die besten machten sich natürlich ebenfalls irgendwann selbständig, inklusive Sohn Gunnar, der ihr nach einem längeren Auslandsaufenthalt eröffnete: ich bin kein Ton-, sondern ein Bildmann. Zunächst verstand sie das nicht so recht und war enttäuscht, aber jetzt arbeiten beide GmbHs seit fast 20 Jahren zusammen und können ihren Kunden in jeder Hinsicht einen full service bieten.

Seit Januar 1997 ist man im eigenen Haus, einer ehemaligen Lederfabrik mit Innenhöfen zum Parken, Tischtennisspielen und Grillen, einem kleinen Kinoraum mit großer Leinwand, 4 Tonateliers (das 5. ist in Planung) und vielen Bildschnittplätzen; einem 3 m langen Esstisch, der mittags nicht mehr ausreicht, um allen auf einmal Platz zu bieten und einer ungemein guten Stimmung. Trotz Stress und Termindruck, ständig neuen technischen Herausforderungen (allein die komplette Umstellung auf HD kostete viel Zeit, Geld und Nerven) wird viel gelacht. Am meisten aber freut sich die ehemals kleine Blonde, die immer noch klein und rund aber inzwischen mehr grau als blond ist, dass alle Sprecher/innen liebend gerne kommen und immer wieder bestätigen, wie schön es sei, in dieser angenehmen Atmosphäre zu arbeiten. Das merkt man auch den Produktionen an, und darüber freuen sich die Kunden.

Das alles bestärkt mich in meinem Glauben, dass, wenn man etwas unbedingt schaffen möchte, es auch trotz aller Widrigkeiten mit dem nötigen Willen und der Einsatzbereitschaft erreichen kann. Inzwischen habe ich eine so wunderbare Mannschaft, die sich wahrscheinlich gerade wegen ihrer vielen verschiedenen Charaktere – ganz zu schweigen von den verschiedenen Nationalitäten  (man könnte zu recht von Multikulti reden) – erstaunlich gut ergänzt und versteht. Ich bin froh, dass ich (dem Internet sei Dank) inzwischen mein Büro zu Hause einrichten konnte und dort in Ruhe arbeiten kann. Aber ich sehe mit Stolz, wie sich jeder auf seine Art weiter entwickelt, und deshalb bin ich davon überzeugt, dass es Metz-Neun Synchron auch die nächsten  Jahrzehnte noch geben wird.

Mit Dank an alle die uns mögen, verbleibe ich
sehr herzlich Ihre/Eure Ingrid Metz-Neun

--
Die Metz-Neun Synchron Studio und Verlags GmbH ist heute das größte Tonstudio im Rhein-Main-Gebiet. Ich gründete das Studio bereits 1988 in Dietzenbach und begann mit einem Toningenieur. Der Vorschlag, ein eigenes Studio aufzubauen, kam von meiner Bank. 20 Jahre hatte ich als freie  Werbe- und Synchronsprecherin gearbeitet, sowie seit mehreren Jahren als Drehbuchautorin und Dialogregisseurin andere Tonstudios angemietet. Jetzt gründete ich die eigene Produktionsfirma.

Damals nicht absehbar war der schlagende Durchbruch digitaler Medien. Mit dem Privatfernsehen, Videos und DVDs boomte die Branche. Das Internet benötigte später ebenfalls neue Anwendungen. Außerdem kam meine Stimme als Ansagerin im öffentlichen Nahverkehr 1977 in Frankfurt unglaublich gut an. Bis heute verpflichteten mich über 40 Verkehrsbetriebe für die Durchsagen.

Schon nach knapp zwei Jahren benötigte Metz-Neun Synchron eine räumliche Vergrößerung. Das Studio zog 1990 mit den Geschäfts- und Studioräumen nach Offenbach um. Seit 1995 arbeitet das Team von Media, Sound & Pictures [www.msp-of.de], einem Unternehmen für digitale Bildbearbeitung meines Sohnes Gunnar H. Ohlenschläger, unter demselben Dach. Seither sind beide Unternehmen stetig zusammengewachsen und ergänzen sich mit Video- und Audio-Produktionen aus einem Guss. Wie eine Full-Service-Agentur bieten wir  Image-und Industriefilmproduktionen, Werbespots, 3D-Animationen, Untertitelungen und Multimediaanwendungen an.

Die zwei Regieräume in den Mieträumen reichten Metz-Neun Synchron rund acht Jahre aus. Dann musste ich aufgrund der steigenden Auftragslage ein weiteres Mal erweitern. Zusammen mit meinem Sohn krempelte ich die Ärmel hoch, und wir bauten eine ehemalige Lederfabrik in der Lilistraße für die gemeinsamen Zwecke um. Seit 1997 produzieren die beiden Firmen an die 200 Projekte im Jahr. Für Metz-Neun Synchron stehen seither vier klimatisierte Regie- und drei Aufnahmeräume zur Verfügung. Sogar ein kleines Kino für Demo-Vorführungen hat in den neuen Räumen Platz gefunden. Im Produktionsprozess arbeiten Techniker, Grafiker, Übersetzer, Schauspieler und Sprecher unter Hochdruck - aber immer mit viel Spass an der Sache. Hat die Synchronisation eines eineinhalbstündigen Films vor Jahren noch einige Wochen gedauert, ist das heute in ein paar Tagen dank modernster Technik möglich.

Neben renommierten Firmen wie ZDF, 3sat, ARTE, Lufthansa, RTL, SAT.1, Vox, Mercedes-Benz, FERRERO oder Procter & Gamble steht auch die große US-amerikanische Filmfirma 20th Century Fox auf der Kundenliste. Am meisten freut uns der grosse Anteil von Stammkunden.